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DIE TAGEBÜCHER VON ADAM & EVAim Admiralspalast (Studio)
Die spritzige Eva taucht eines Tages im beschaulichen Leben Adams auf. Sie fängt sofort an, sein Leben zu analysieren, strukturieren und zu optimieren, was Adam gewaltig auf die Nerven geht. So dauert es eine Weile und viele Begebenheiten im Garten Eden, bis Adam nicht mehr vor diesem seltsamen Störenfried Reißaus nimmt und die erste große Liebesgeschichte des Weltgeschehens stattfinden kann. Originell und pointenreich wird enthüllt, was im Garten Eden wirklich geschah... gab es eine Schlange... hat Adam noch alle Rippen beisammen... wer braucht eigentlich einen Dinosaurier als Haustier und was wurde aus dem Fisch?
Mark Twain, Zeit seines Lebens strenger Beobachter und Kritiker der amerikanischen Gesellschaft, schrieb mit "Die Tagebücher von Adam & Eva" eine satirische Auseinandersetzung mit Kirche, Religion und Bibel, vor allem aber auch eine Hommage an die Frau.
Als die beiden Musical erprobten Kreativen Marc Seitz und Kevin Schroeder das Buch lesen, ist beiden sofort klar, das ist ein Musical. Sie setzen das Buch und dessen Witz textlich nah ins Zeitgeschehen, ohne den Garten Eden zu verlassen. Stimmig arrangieren sie die Musik, die die Komödie jazzig-rhytmisch mit lyrischen Partituren erzählt.
Inhalt
Eva ist auf einmal da. Die erste Frau, der erste Tag, zumindest für Eva. Adam wird aus seiner bequemen Hängematte gerissen, denn auf einmal wird sein Paradies durch diesen Eindringling bedroht. Evas aufgeweckter Forschergeist wirbelt Adams gemächliche Steinzeitwelt gehörig durcheinander, überall sind plötzlich Zettel! Ständig muss Eva alles erforschen, benennen und notieren. Adam bewahrt sich seine geheime Hütte am Bach als Rückzugsraum, doch als Eva auch die entdeckt, muss er kapitulieren. Eva durchwühlt seine Hütte und stößt auf einen angeblich fremden Zettel. In diesem Moment hat Adam eine Eingebung: Er schreibt einfach eigene Zettel und gibt sie als Forschungsergebnisse eines viel älteren Experiments aus!
Endlich hat er einen Weg gefunden, um Eva nach seiner Nase tanzen zu lassen. Es kümmert ihn darum auch wenig, als sie ihm die angeblich "verbotenen" Äpfel präsentiert. Er kann sich nicht daran erinnern, jemals geschrieben zu haben, dass der Genuss Folgen haben könne, also müssen diese Zettel doch von Eva stammen, die andauernd und überall ihre Zettel platziert. Ein Funkenschlag entzündet ein Feuer und beide probieren von den warmen, süßen Äpfeln...
Am nächsten Morgen denken beide zunächst, sie träumen noch, doch ein weiterer Zettel lässt keinen Zweifel: Beide wurden aus dem Paradies geworfen! Das kann unmöglich sein.
Adam gesteht seinen Schwindel. Er hat keine Ahnung, warum ihr Garten plötzlich eine vertrocknete Steppe ist, vielleicht war es das Feuer? Aber sicher hat niemand sie irgendwo rausgeworfen. Einen fremden, dritten Zettelschreiber gibt ja es nicht, oder doch?!
Da Eva weiß, dass die Nachricht aber auch nicht von ihr stammen kann, schickt sie Adam los, nach dem verlorenen Garten zu suchen. Auf seinem Weg, alleine in der Wildnis, hat er plötzlich eine Erscheinung. Liegt es an den Beeren, die er gegessen hat oder sieht er wirklich einen muskelbepackten Typ mit Flügeln und Flammenschwert?
Adam kehrt zurück zu Eva, überzeugt davon, dass es den "großen Zettelschreiber" doch gibt, dem sie nun Tiere opfern und Gebote befolgen müssen, um wieder zurück nach Eden zu gelangen.
Eva findet das alles furchtbar. Als sie auch noch herausfindet, dass Adam vor ihr bereits eine andere Frau hatte, von der er nie etwas erzählt hat, verlässt sie ihn.
Zum ersten mal merkt Adam, wie viel ihm Eva bedeutet, und er beschließt, sie davon zu überzeugen, dass er sich ändern kann und will. Gemeinsam können sie einen Weg zurück in den Garten finden, doch als er zurückkehrt ist Eva plötzlich nicht mehr alleine. Eine hässliche kleine Kreatur liegt in ihrem Arm...
Das Paradies ist verloren und Eva hat Schuld! Davon ist Adam überzeugt. Doch dann beginnt er, in Evas Tagebuch zu lesen und durchlebt ihre Geschichte erneut und kommt zum Schluss zur Aussage: "und überall, wo sie war, war Eden."
ADAM:
"Ich finde, dass sie eine ziemlich angenehme Gefährtin ist. Mir wird klar, dass ich ohne sie einsam wäre und bedrückt, nun, da ich meinen Besitz verloren habe. Und noch etwas. Sie sagt, es sei jetzt so, dass wir in Zukunft für unseren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Sie wird mir gute Dienste leisten. Ich werde das beaufsichtigen."
EVA:
"Die ganze Woche bin ich hinter ihm hergelaufen und habe versucht, ihn kennenzulernen. Reden musste ich, denn er war schüchtern, aber es hat mir nichts ausgemacht. Es schien ihm zu gefallen dass ich in seiner Nähe war, und ich habe sehr häufig das freundschaftliche "wir" benutzt, denn es schien ihm zu schmeicheln, dazuzugehören."
Nach dem Buch von Mark Twain
Musik von Marc Seitz
Buch und Liedtexte von Kevin Schroeder
Creative Development: Christian Struppeck & Andreas Gergen
Eva: Vera Bolten
Adam: Dennis Henschel
Im Admiralspalast (Studio) Berlin am 3., 19., 30. und 31. März 2012.
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